Der Festausschuss der Steinbergschützen Gschaid und (von rechts) die drei Schützenmeister der Bergschützen Voglarn, Matthias Lempertseder, Bettina Weigl und Bernhard Maierhofer, beim Scheitlknien.
Der Festausschuss der Steinbergschützen Gschaid und (von rechts) die drei Schützenmeister der Bergschützen Voglarn, Matthias Lempertseder, Bettina Weigl und Bernhard Maierhofer, beim Scheitlknien.

Vor dem Erfolg steht der „Schweiß“, nach diesem Motto könnte man das Patenvereinbitten der Steinbergschützen Gschaid bei den Bergschützen Voglarn beschreiben. Festausschuss, Festgefolge und Vorstandschaft der Steinbergschützen mussten jedoch vor der Zusage der Patenschaftsübernahme einige Prüfungen und natürlich das obligatorische „Scheitelknien“ über sich ergehen lassen. Nicht viel besser erging es den Schützenkameraden aus Voglarn, die um die Zusage von Stefanie Sattler als Patenbraut zu bitten hatten.

Zu einem solchen Anlass gehört als wichtigster Verein nicht nur der Jubelverein, sondern auch ein gestandener Patenverein.

Zum Gründungsfest der Steinbergschützen hatten sich die Verantwortlichen hierzu erneut die Bergschützen aus Voglarn ausgesucht, die schon im Jahre 1973 als Patenverein gewonnen werden konnten. Nach altem Brauch und guter Sitte muss der Patenverein jedoch erst um die Übernahme dieses Amtes gebeten werden.

Am Samstagabend den 19.03. war es nun so weit. Der Festausschuss, die Festdamen, die Vorstandschaft und zahlreiche Vereinsmitglieder der Steinbergschützen versammelten sich auf dem Parkplatz vor dem Schützenhaus in Voglarn. Nach ein paar Salutschüssen der Böllerschützen Gschaid, formierte sich der Zug der festlich gekleideten Schützen und Schützinnen zum Einmarsch ins „Voglarner Schützenhaus“, wo sie im festlich geschmückten Saal von zahlreichen Mitgliedern des designierten Patenvereins, rund um 1. Schützenmeister Bernhard Maierhofer bereits erwartet wurden.

Vor einem gemeinsamen Abendessen, zu dem alle Anwesenden eigeladen waren, erfolgte die Begrüßung durch 1. Schützenmeister Bernhard Maierhofer von den Bergschützen Voglarn. Sein besonderer Gruß galt vor allem dem Festausschussvorsitzenden Herbert Hager, 1. Schützenmeister Karl-Heinz Huber, den Festdamen, dem Schirmherrn Walter Czech mit Gattin Katharina, 3. Bgm Andreas Resch und allen anwesenden Josefs, die an diesem Tag auch noch ihren Namenstag feiern konnten.

In seiner kurzen Ansprache nach dem Essen, wollte 1. Schützenmeister Bernhard Maierhofer dann den eigentlichen Grund für den Besuch der Gschaiderer im Schützenhaus Voglarn erfahren.

Nach ein paar kurzen Grußworten des Festausschussvorsitzenden Herbert Hager und 1. Schützenmeister Karl-Heinz Huber, nannten diese dann als Grund den noch fehlenden Patenverein für das 50-jährige Gründungsfest der Steinbergschützen am letzten August Wochenende dieses Jahres.

Schließlich knieten die Bittsteller auf dem selbst mitgebrachten Scheitel nieder und trugen die Bitte der Schützen nochmals vor.

Da die Bergschützen Voglarn mit dem mitgebrachten Scheitl der Gschaiderer nicht so ganz zufrieden waren, musste die schmerzhafte Prozedur auf einem extra von den Voglarnern vorbereitetem Scheitl wiederholt werden.

Bernhard Maierhofer versicherte danach den Bittstellern, dass die Bergschützen Voglarn grundsätzlich gerne bereit seien, das Amt des Patenvereins zu übernehmen, allerdings seien dazu schon noch ein paar Eignungstests zu absolvieren, bevor sie die endgültige Zusage geben können.

Unter Anleitung von Weltmeisterin Barbara Engleder galt es für die Gäste zunächst das „Lied von den Schlümpfen“ von Vader Abraham zum Besten zu geben. Dabei mussten sie zwischenzeitlich immer wieder etwas Helium aus Gasballons in tiefen Zügen einatmen, was dem Ganzen seine besondere Note gab.

Im zweiten Test mussten die Gschaiderer ihre Beweglichkeit beweisen. Beim Limbo-Tanz, anfangs noch sehend unter Stangen hindurch, am Ende mit verbundenen Augen, ohne Stangen, gab es für die Zuschauer viel zu lachen.

Der dritte Test galt der Trinkfestigkeit der Gschaider. Der gesamte Festausschuss musste eine Reihe verschieden großer und mit verschiedenen Getränken befüllter Krüge leeren und zwar wie von Matthias Lempertseder vorgemacht, „auf Ex“.

Nachdem alle Prüfungen bravourös gemeistert worden waren und die Gschaider nochmals auf dem Scheitl Platz genommen hatten, kam dann die ersehnte Zusage von den drei Schützenmeistern der Bergschützen Voglarn, Bernhard Maierhofer, Bettina Weigl und Matthias Lempertseder.

Als Dank, überreichten die Festdamen der Gschaiderer Schützen dem Patenverein abschließend eine selbstgebrannte Schützenscheibe mit dem Wappen der Steinbergschützen Gschaid und das „obligatorische Scheitl“ wurde zur Erinnerung für beide Vereine zweigeteilt.

Andenken für die Voglarner Schützen: Die Festdamen präsentieren die prächtige Schützenscheibe.
Andenken für die Voglarner Schützen: Die Festdamen präsentieren die prächtige Schützenscheibe.

Nachdem zwischenzeitlich das von den Gschaiderer Schützen mitgebrachte Fassl Bier angezapft worden war, galt es für die Bergschützen Voglarn selbst in die Rolle der Bittsteller zu schlüpfen, schließlich galt es eine Patenbraut zu finden, die den Verein beim Fest repräsentiert. In gereimter Form trug Bernhard Maierhofer das Anliegen an Stefanie Sattler heran, auch ein Formular mit einem einfachen „Ja“ hatte er vorberietet, doch Steffie konnte sich lange nicht entschließen. Nachdem auch „Knien“ nichts brachte, galt es von Stefanie, unter dem Motto „Germanys Next Topmodel“, von Matthias Lempertseder, Bernhard Maierhofer, Hans Eder und Jürgen Engleder eine Reihe von schwierigsten Aufgaben zu erfüllen.

Weltmeisterin Barbara Engleder als Bruce Darnell verkleidet führte durch die Aufgaben.

In der ersten Aufgabe stand Bauchtraining mit einem Hula Hoop Reifen auf dem Plan. In Aufgabe Zwei musste Twist getanzt werden. In der dritten Callange wurde den Vier dann alles abverlangt. So musste sich Bernhard Maierhofer einer Beinrasur unterziehen, Hans Eder „halterlose Strümpfe“ vorführen, Matthias Lempertseder auf Englisch flirten und Jürgen Engleder für einen BH werben.

Abschließend ging es für die vier Vereinsvertreter noch auf den „Cat Walk“, bevor Steffie, nachdem die Bittsteller nochmals auf dem Scheitl gekniet waren ihr „Ja-Wort“ zur Übernahme dieses Amtes gab.

Zum Dank gab es für Stefanie noch ein nagelneues Gewehr aus der Waffenschmiede Engleder.

Blumen und ein Gewehr erhielt Patenbraut Stefanie Sattler von Bernhard Maierhofer
Blumen und ein Gewehr erhielt Patenbraut Stefanie Sattler von Bernhard Maierhofer

Abschließend überreichte Bernhard Maierhofer den beiden Patenbräuten der Vereine Eva Seiler und Stefanie Sattler noch einen Blumenstrauß, bevor der offizielle Teil der Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen ausklang.

Kontakt

Schützenhaus Gschaid
Gschaid 19, 84371 Triftern
Telefon: +49 (8562) 829 
Email: info<at>steinbergschuetzen.de
Website: www.steinbergschuetzen.de

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